Samstag, 4. April 2009


Ich habe heute und gestern zum ersten mal in meinem Leben einen riesen Packen Pfandflaschen an einem Automaten zurückgebracht. Normalerweise schmeiße ich Pfandflaschen einfach weg. Ich will mir nicht merken, wo genau ich sie mir gekauft habe, nicht draufschauen welches Pfandsystem nun für diese Flasche gilt, oder wo denn jetzt so ein Automat steht (in meinen zwei Bioläden nicht, im Drogeriemarkt nicht, im Bahnhof nicht).

Aber durch eine unerschrockene Studentinnenfreundin habe ich nun einen Lidl um die Ecke kennengelernt, in dem nicht nur Leute mit Alkoholfahne und mit ohne Zähne rumlaufen, sondern durchaus auch normale und ansehnliche Menschen. Man muss sich also nicht komisch, beutemäßig und beglotzt vorkommen, wenn man dort einkaufen geht. Die angebundenen Hunde vor dem Laden sind zwar struppig und blind, viele Kunden auch weiterhin alkohol- und zigarettenabhängig, but who am I to judge? Ich werde sicher auch Dinge haben, die in anderen Menschen Unbehagen hervorrufen, auch wenn mir im Augenblick nichts einfällt (Kinderschreck durch 1,85m Körperlänge vielleicht?).

Und in diesem O.K-Lidl stehen nun zwei solcher Automaten. Ich sammlte also seit ein paar Wochen Flaschen so dass ich gestern zwei ganze Beutel damit füllen konnte, in meine zerissene Designer-Jeans springen konnte, und flipfloppend am Bahnhof entlanglaufen, um an besagten Lidl zu kommen. Dort standen nun die seltsam süßlich und gärig riechenden Automaten, die auch noch so halb kaputt und voll waren, aber ein fesher Lidl-Mitarbeiter kletterte sogleich auf den Automaten hinauf und klopfte darauf herum. Ich bekam für meine 15 Flaschen dann 3 Euro und irgendwas Zerquetschtes und war glücklich. Ich bin nun endlich ein richtiger Erwachsener. Ich gebe meine Flaschen zurück und habe eine neue kleine Einnahmequelle.

Daraufhin kaufte ich bei Lidl sogar was ein. Die Marken habe dort sehr komische Namen ('Freeway' für Getränke. Huh?), man muss immer auf die Zugabenliste schauen, damit man keine Aromen und Benzoate untergeschoben bekommt, aber wenn man dann nur so wenig an der Kasse zahlen muss, freut das das Studentenherz ungemein.

| von yetused in Alltagswahnsinn um 21:03 | Kommentieren |

 
Sie Teufelsweib! ;-)

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Ähnliche Gedanken durchpflügen auch meinen Kopf...

Solchen Mut möchte ich auch mal haben. Unbelievable! Ich drücke meinen Pfandflaschenbeutel immer noch einer mürrischen osteuropäischen Kassiererin im Plus in die Hand, die sie dann galant in einen Korb neben sich wirft. Ist dann wie Pfandflaschenwegwerfen - nur eben durch andere Hand.

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Das mit dem Korb neben der Kasse kenne ich auch. Aus dem kleinen Laden im Bahnhof - der aber leider nur Flaschen annimmt, die man dort gekauft hat. Super Pfandsystem in Deutschland.

Ich trenne hier in Mannheim nicht mal richtig Müll, ich böses Ding. Das mit dem gelben Sack ist ziemlich ungünstig. 2 Wochen lang dieses Ding füllen müssen bis es stinkt (trotz abwaschen der Verpackungen) ist nicht wirklich praktisch umsetzbar für mich. Also kommt bei mir alles zusammen und dann jeden zweiten Abend runter. Mannheim kennt nämlich nur Gelber Sack + Rest. Bei mir ist dann eben alles Rest :)

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Pfand wegbringen sollten Sie. Bei Lidl einkaufen nicht.

Manchmal lasse ich Flaschen am Weserstrand ordentlich zurück, da ich sicher weiß, wie schnell spätabends und frühmorgens semiprofessionelle Pfandsammler unterwegs sind, denen ich das Zusatzeinkommen von Herzen gönne. (Einmal stand eine alte Dame freundlich lächelnd vor mir und wartete geduldig, bis ich das Beck's ausgetrunken hatte).

Man kann günstig einkaufen gehen, aber ich winde mich bei Lidl, da, wo die Angestellten noch gehetzter wirken als anderswo, da, wo Mitarbeiter bespitzelt werden etc; andere große Discounter sind da offenbar nicht ganz so unterirdisch.

Nur mal so.

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Ach, die Geschichten mit Lidl kennt natürlich jeder. Schwarzbuch Lidl etc. Da bin ich up to date.

Meine kleinen Wutthemen aus dem Internet kann ich jedoch nicht immer in mein Leben transportieren und dort umsetzen. Es gibt für mich als Fußgänger keinen "normalen" Supermarkt per Fuß erreichbar, nur zwei Biomärkte und der Lidl. Und da ich als Studentin schlichtweg nicht die paarhundert Euro jeden Monat habe um meine komplette Ernährung bio zu haben, muss ich nunmal über meinen Schatten springen und Dinge tun, die mir die kritische Nachrichten- berichterstattung eigentlich untersagt. Dafür habe ich mich vor einiger Zeit bewusst entschieden. Ich kann nicht jede Horrorstory mein Leben entscheiden lassen.

Coca-Cola unterdrückt Gewerkschaftler in Südamerika? Nun, manchmal schmeckt mir eine in Deutschland abgefüllte MezzoMix aber dennoch etc.

Wenn ich immer an alles denken würde, was ich so auf Indymedia lese und in der 'Kritik'-Abteilung der Wikipedia, würde ich irgendwann psychiotisch in embrionaler Liegestellung auf meinem Bett liegen und nicht mehr aus dem Haus kommen... :/

Solange ich meiner NoYahoo-, NoGoogleServices- und NoAppleProducts-Linie treu bleibe, bin ich glücklich.

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Richtig so. Für mich sind Sie, trotz Ihrer verteufelten Anwandlungen, bei Lild zu kaufen, ein guter Mensch. So auf die Ferne betrachtet.
Allgemeine Lebensumstände sind nämlich ein Faktum, welche in der Problemerörterung durch Gutmenschen eher selten berücksichtigt werden. Wie schonmal geschrieben: Die Kunst der differenzierten Betrachtung scheint mehr und mehr zu verkommen. Warum wohl?

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Nicht dass ich einen Schuh wie "Problemerörterung durch Gutmenschen" auch nur anprobieren würde - ich bin oft genug selbst genug gezwungen, Kompromisse einzugehen oder auch mal den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen. Allerdings nervt mich der Totschläger "Gutmenschen" langsam, denn damit kann man auf jedes erörterte Problem allzu bequem draufhauen. Ich habe hier meine Meinung zu dem genannten Discounter kundgetan, nichts auch nur annähernd verteufelt, habe selbst kein Geld für ständiges Biokaufen, meide Lidl trotzdem, fertig. Mache jeder draus, was er will.

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So es sie denn gibt,
diese «Gutmenschen», die deshalb so abfällig genannt werden, weil sie kritischer in die Welt gucken und diese Kritik auch praktizieren, dann gehöre ich zu ihnen. Ich meide solche Läden und ein paar andere Firmen ebenso, bemühe mich gar, nichts zu kaufen, was von bestimmten Konzernen angeboten wird. Und das nicht erst, seit «allgemeine Lebensumstände» via Internet kundgetan werden. Gäbe es ein paar mehr dieser Sorte, die die laufenden Ereignisse einer «differenzierten Betrachtung» unterzögen, müßte nämlich der eine oder andere, Student oder Besserverdienender, nicht so lange nach einem Laden mit ordentlichem Angebot Ausschau halten, der von diesen Billigheimern plattgemacht wurde. «Allgemeine Lebensumstände» haben schon ganz anderes bewirkt.

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@nnier:
Verzeihen Sie, mein Lieber, Sie waren tatsächlich nicht gemeint.
Sein Sie sicher, da ich Sie bis dato weder las, noch sonstwie kenne, kann ich mir keine Meinung zu Ihnen bilden und tue es dementsprechend auch nicht.

Meine Reaktion bezog sich ausschliesslich auf die der Hausherrin, die ich als denkenden Menschen mehr als schätze.

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Werter Herr Stubenzweig,

aus der Sicherheit der gutsituierten Existenz heraus mag es ein leichtes sein, Probleme, Sorgen und Ängste ignorierend, die Lebensumstände von Bevölkerungsgruppen zu verharmlosen.
Es ist aber ein Fakt, dass es in Deutschland eine armutsbedingte Fehlernährung gibt.

Es ist für die Kinder eines Hartz-IV-Empfängers tatsächlich schwierig, sich gesund zu ernähren. Reicht die finanzielle Unterstützung für bis zu 6-Jährige gerade noch aus, so erhält ein 15-Jähriger zu wenig. Er benötigt 4.68 Euro pro Tag, wenn er sich im Discounter gesund ernähren will. Er erhält aber nur de facto 3.42 Euro. Hinzu kommt, dass gerade in den Hartz-IV-Familien sehr häufig geraucht wird, was zusätzlich das Budget für die Ernährung schmälert.

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Armut und Fehlernährung miteinander verknüpft sind. Die Summe, die Personen mit geringem Einkommen bzw. Empfängern von Sozialleistungen für das Essen zur Verfügung steht, ist gering. Ob dieses Geld ausreicht, sich gesund zu ernähren, wird viel diskutiert. Eine Untersuchung des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund hat gezeigt, dass eine gesunde Ernährung mit dem derzeitigen Betrag, der z.B. beim Arbeitslosengeld II für Ernährung bei Kindern und Jugendlichen veranschlagt wurde, bei gängigem Einkaufsverhalten ab dem Schulalter nicht zu realisieren ist. Finanzielle Ressourcen sind eine wichtige Einflussgröße auf das Ernährungsverhalten, aber nicht die einzige. Die Bereitstellung von Geldern ist somit möglicherweise eine notwendige, aber keine ausreichende Voraussetzung, um zu einem gesunden Ernährungsverhalten zu kommen.

http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_080213/index.jhtml

Und dann haben Sie auch nicht 37° geschaut? Letzte Woche?

Können Sie hier nachlesen:
http://www.37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7550646,00.html

Desweiteren empfehle ich, mal zu einem Restpostenladen zu gehen. Sowas wie Kr*met, oder Jawoll.

Da können Sie dann Leuten, von denen die wenigsten solche sind, wo man behaupten würde: selber Schuld, beim Kauf MHD-bedrohter Ware zuschauen.

Wenn Sie sich also den Luxus und nichts anderes ist es, die Freiheit in der Entscheidungen zuhaben, für sich beanspruchen zu können, dann sein Sie doch froh.

Die Differenziertheit der Betrachtung liegt darin, anzuerkennen, dass es Menschen gibt, denen diese Freiheit erst gar nicht gegeben ist.

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so ist es leider. ich habe im vergangenen jahr während meiner praktika selber sechs monate lang von 3 euro/tag gelebt. nee, kein hartzIV, denn, wie mir der typ vom sozialamt sagte, "solche fälle wie sie sind nicht vorgesehen, sie fallen dann eben durchs soziale netz." geld von mami und papi? kriegt eben nicht jeder immer, wenn er´s braucht.

ohne penny hätte ich nicht überleben können. der nährwert einer tüte billig-gummibären? hoch geschätzt damals.
und auch an lidl kann ich nichts schlimmes finden. ausspionierte, gedemütigete angestellte gibt es überall. das wird sicher nicht weniger, da wird der edelmut einzelner (den ich durchaus schätze, ich war auch mal so, als ich´s mir noch leisten konnte), nichts dran ändern. sozialer determinismus. georg büchner hat es zu seiner zeit mehrfach treffend zum ausdruck gebracht.

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Ich fürchte,
Herr Cabman, Sie haben nicht so recht verstanden, was ich da geschrieben habe. Oder Sie wollen es nicht. Ihres langen Vortrages hätte es nicht bedurft, halte ich mich doch für mindestens so gut informiert.

Ich schlage vor, Sie lesen meinen Beitrag nochmal. Vielleicht erschließt sich Ihnen ja meine Intention sowie meine Kritik an Ihren Worten. Ein wenig Abstraktionsvermögen setzt das allerdings voraus.

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So es sie denn gibt,
diese «Gutmenschen», die deshalb so abfällig genannt werden, weil sie kritischer in die Welt gucken und diese Kritik auch praktizieren, dann gehöre ich zu ihnen.


Wenn Sie das meinen. Ich kann Ihre Aussage nicht beurteilen. Ich kenne Sie ja nicht. Grundsätzlich scheint es mir hier eine Problem mit der Definition zu geben.

. Ich meide solche Läden und ein paar andere Firmen ebenso, bemühe mich gar, nichts zu kaufen, was von bestimmten Konzernen angeboten wird. Und das nicht erst, seit «allgemeine Lebensumstände» via Internet kundgetan werden

Das ehrt Sie. Beachten Sie bitte die vorangegangene Aussage, dass ein solches Tun manch Menschen nicht möglich ist. Sei es monetär begründet oder schilcht durch die fehlende Verfügbarkeit des alternativ Angebotes.

Gäbe es ein paar mehr dieser Sorte, die die laufenden Ereignisse einer «differenzierten Betrachtung» unterzögen, müßte nämlich der eine oder andere, Student oder Besserverdienender, nicht so lange nach einem Laden mit ordentlichem Angebot Ausschau halten, der von diesen Billigheimern plattgemacht wurde.

Auch da haben Sie recht. Sie verkennen nur die Tatsache, dass es Menschen gibt, die gern so edel wären wie Sie, es aber schlicht nicht können. Es gibt dazu eine recht interessante Studie, die Sie wahrscheinlich schon kennen, ich sende Ihnen aber trotzdem mal den Link:

http://www.lz-net.de/news/marktnews/pages/inhalt.prl#72857

Beachten Sie hier den Eintrag: GfK.

Im Übrigen haben nicht die Billigheimer die anderen plattgemacht, sondern die Konsumenten, die deren Wirken erst ermöglichten. Wir nennen es Marktwirtschaft.

«Allgemeine Lebensumstände» haben schon ganz anderes bewirkt.

Definitiv. Warum fingen Sie sonst an zu Bloggen? ;-)

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Tja, ich will mich auch bekennen. Ich kaufe auch dort. Die Angestellten bei Lidl wirken hier nicht "gehetzter" als anderswo. Im Gegenteil. Was auffällt: Es gibt dort nur junge, und das wird dann wohl die Antwort sein. Anders als beim direkten Discounter-Kollegen liegen dort die Waren aber nicht auf Europaletten, es ist dort groß, hell, sauber, es gibt frisches Gemüse, vieles, was von Öko-Test "sehr gut" bewertet wird und einen interessanten Mix an Eigen- und Markenprodukten. Die Behandlung der Mitarbeiter ist ein Skandal, manches andere in der Erzeugerkette sicherlich auch. Den moralischen Spagat versuche ich für mich persönlich dadurch zu lösen, entsprechende Aktionen der Gewerkschaften zu unterstützen. Ich habe es in anderen, kleineren Läden versucht. Gammeliges Gemüse, mürrische Verkäufer, hohe Preise. Und leider wohne ich in einem Stadtteil, in dem es nicht mal einen "Türken" gibt, geschweige denn einen Bioladen. Es gibt hier genau einen Bäcker - wenn man dort eintritt, hat man das Gefühl ein Beerdigungsinstitut zu betreten. Düster, muffig, apathische Bedienung. Da habe nicht mal ich mich wohlgefühlt ;-)

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Es hängt eben immer auch
davon ab, wie das Angebot vor Ort aussieht. Am vorigen Wohnort in der Nähe von Darmstadt hatte ich einen Aldi-Markt direkt um die Ecke. Und so manche Vorbehalte gegen diesen Discoutner habe ich dort abgelegt (wobei ich auch weiß, dass Aldi-Nord nochmal ne Ecke verschärfter ist). In Mannheim waren die beiden Lidl-Filialen in meiner Nähe mehr oder weniger indiskutabel, in DA habe ich dann gestaunt, wie hell, sauber und gut sortiert so ein Markt auch sein kann. War mir halt zu weit weg, um da öfter hinzufahren.

Hier am Niederrhein habe ich einen gut sortierten (aber teuren) Edeka-Markt und einen großen türkischen Gemüseladen in unmittelbarer Nachbarschaft. Da meine Frau dem Großmarkt-Gemüse von Herrn Yildirim* aber nicht so recht über den Weg traut, greife ich entweder im Edeka zu den Bio-Sachen oder ich fahre ich den Independent-Bio-Supermarkt im Nachbar-Stadtteil. Der hat auch sensationell gutes Fleisch, wenn auch in beschränkter Auswahl.

Wenn es um mich allein ginge, würde ich dem Bio-Götzen wohl nicht so inbrünstig huldigen. Aber sowohl meine Frau als auch meine Tochter sind für Feinstofflichkeiten bisschen sensibler und auch mit der einen oder anderen Allergie belastet. Und selbst wenn es nur der Placebo-Effekt ist, dass sich meine Lieben mit dem Bio-Zeug besser fühlen, dann solls mir auch recht sein.

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Ich kenne das Problem mit dem Beschaffen der Nahrungsmittel sehr gut. Hier in dieser Kleinstadt muss ich zwei Kilometer bergauf laufen, um zum nächsten Supermarkt zu kommen. Da ich mir trotzdem kein Auto zulegen will, muss ich auch manchmal Abstriche bei der Ernährung machen. Und völlig politisch unkorrekt ist mein Lieblingsgeschäft der Schlecker an der Ecke.

Manuelles Trackback http://www.claudiakilian.de/2009/04/05/endlich-erwachsen/

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Ja, von Schlecker kennt man auch solche Geschichten. Aber wer sagt, dass es bei Rossman nicht auch so Stories gibt? Wir haben als Menschen ohne eigene Arbeitserfahrungen bei den jeweiligen Läden schlichtweg keinen Einblick. Wir wissen nur was Medien zu uns bringen. Und die Medien haben auch nur einen wirklich sehr beschränkten Einblick.

Wir sind komplett blind. Und nur weil unsere Blindheit bei der einen Marke geliftet wurde, heißt es nicht, dass die anderen nicht auch Kameras in ihrem Laden aufgestellt haben. Danach kann ich meine Einkaufgewohnheiten schlichtweg nicht ausrichten. Ich kann mich von Rage-Themen nicht lange einschränken lassen. °seufz°

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Das ist allerdings der Teil, den ich nicht ganz verstehe: "Wer sagt, dass es nicht anderswo auch so ist?" Ich kann's nicht sagen, ich weiß nicht mehr als Sie. Aber wenn ich über die Jahre immer wieder lese, dass bei L. Mitarbeiter systematisch bespitzelt und drangsaliert werden, oder wenn (wie weiter oben genannt) der blaue Drogeriemarkt seine Kassiererinnen systematisch schlecht behandelt, dann tendiere ich dazu, woanders einzukaufen.

Das Thema hat mehrere Ebenen, ganz klar - und die persönlichen Zwänge und Möglichkeiten gehören dazu.

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