Mittwoch, 15. November 2006


Ariadne aka Yetused ist ein Mädchen mit Verfolgungswahn. An ihrer Türe ist kein Namensschild, ihre Nummer kennen nur eingeweihte Todesmutige, und Post gibt es nur per konditionierter Brieftaube. Deshalb wird es hier auch niemals einen vollen Namen geben.
Aber Einiges haben wir bereits zu unserer unvollständigen und ständig zu erweiterten Kollektion zusammentragen können.

Was macht diese Ariadne, die sich derweilen auch Yetused oder Narzissa nennt, denn so?

Man weiß, dass die studiert. So wie sich das für einen modernen Bachelorstudenten mit gepflegtem Burnoutsyndom und chronischen Angstzuständen gehört. Aspirin Effect aus der Tüte ist ihr Freund.

In ihrer Freizeit malträtiert sie gerne ihre minderjährigen Schwestern, mit denen sie auch schon mal als Trio Infernale oder Drillingspärchen durchgeht. Letzteres wohl getrieben vom senilen Wunschgedanken midlifecrisis- geplagter Midlifecrisigeplagter. Außerdem wird sie des öfteren in ökologischen Hinterhofläden angetroffen, wo sie verbotene Kräuter für ihre mysteriösen Mixturen findet.

Wie alt ist sie?

Nun, ist es überhaupt eine Sie? Man ist sich da nicht ganz sicher. Angesicht zu Angesicht hat sie schließlich noch niemand gesehen. Zumindest kein Lebender.
Bezüglich des Alters kann man nur Vermutungen anstellen, die jedoch auf eine blutjunge und bildhübsche Anfangszwanzigerin schließen lassen. Es gibt aber auch Quellen, nach denen sie schon im Jahre 1703 ein biblisches Alter erreicht hatte.

Hat sie Hobbys, Vorlieben, irgendwelche menschlichen oder fleischlichen Neigungen?

Nun, sie verbraucht gerne ostsibirische Jünglinge mit honigblondem Haupthaar. Es sind mindestens 13 Fälle von fatalem Verschleiß bekannt. Mehr kann ich jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht preisgeben. Sie verstehen. Meine körperliche Integrität ist mir sehr wichtig.
Vielleicht interessiert es Sie aber, dass es ihr nachgesagt wird, gerne schalenlose fleischige Orangen auszulutschen. Das beruht jedoch auf purem Hörensagen.

Ist sie vergeben? Oder wie man es in diesem Fall vielleicht sagen könnte: konstant zugeneigt?

Es ist kein konkreter Fall 100% verifiziert, jedoch scheint es einen Hauptsklaven zu geben, der der rituellen Kastration entgehen konnte. Mit was bestochen werden konnte, würde nur zu Spekulationen führen.

Eine letzte Frage: Ist sie denn bestechlich?

Nenn sie Göttin, und hoffe auf das Beste.
Blaubeermuffins, Geldgeschenke oder totsüße Plüschtiere, die aussehen wie Krankheitserreger, können aber auch nicht schaden.


Während dieses Interviews sind keine Babyrobben verletzt, erschlagen, ausgestopft oder totgeknuddelt worden oder sonst wie zu Schaden gekommen.

| von yetused in Narzissmus um 08:41 | Kommentieren |


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