Donnerstag, 16. November 2006


Sogar in Deutschlands Kaufhäusern wird man schon von subtiler Erotik verfolgt. Ui, was für eine feine Geschichte.

Da gibt es also die BILD. Deutschlands größtes Boulevardblatt. Sie schreibt einen "anklagenden" Artikel über junge deutsche Pärchen, die den Anstand verloren haben und kleine süße Pornofilmchen von sich drehen. Doch das ist noch nicht genug! Sie besitzen sogar die Perversität diese kleinen Schmuddelwerke beim YouTube.com-Konkurrenten Nachmacher YouPorn.com hochzuladen und sich somit der internetophilen Welt zu präsentieren. Doch denke doch bitte mal jemand an die armen durch das Internet streifenden Kinder! Sie könnten davon seelische Schädigungen erleiden. Zumindest ist das BILDs scheinheiliger Aufhänger...

Jetzt aber zum eigentlichen Punkt meiner Ausführungen. YouPorn.com ist nicht mehr erreichbar. Crash. Zu viele Anfragen. Woran das wohl liegen mag?

Sicher sind es nicht die Midlifecrisisgeplagten oder bebrillten Geeks auf der Suche nach kostenlosem Porn. Nee, das sind sicher die Kinder mit den Seelenschäden.

Ps.: PornoTube.com läuft natürlich noch. Nur so. °räusper°

Update: Sweet Jesus! Ich bin bei der Google Deutschlandsuche nach YouPorn.com mit diesem Eintrag auf Platz 6?
Zusatzupdate: Inzwischen kommen 80% meiner Referrer von der Suche nach billigem Porn. Mönsch Jungs, wenn ihr die Filmchen sehen wollt, dann müsst ihr direkt zu YouPorn.com gehen und sie nicht über die AOL-Suche (wer benutzt sowas eigentlich?) suchen. Denn laufen tut YouPorn nämlich jetzt wieder tun.

Update 2: Und ich bekomme jetzt auch Referrer von einer seltsamen Suchmaschine(?) namens Noolys (derzeit Platz 27 bei der Suche nach, na, Erotik natürlich). Jemand davon schon mal gehört? Die haben sogar einen Screenshot von meiner Seite - so wie von jeder anderen auch - neben den Suchergebnis aufgeführt und auch noch sonstige Statistiken zu mir aufgeführt. Scary.

Abdät 3: Technoradi hat mich bis jetzt nicht auf dem Radar. Aber was soll man auch anderes erwarten. Ich werd jetzt auf jeden Fall noch meinen Vanille-Sojadrink genießen, den ich mir soeben gekauft habe, und mir vilelleicht ein paar anzügliche Filmchen anschauen...

| von yetused in Vernetzte Welt um 10:18 | Kommentieren |

 
Du hast doch nicht ernsthaft geglaubt, dass dieses Druckwerk informieren will, geschweige denn irgendeinen Misstand aufzudecken gedenkt.

Je heftiger der Moralverstoß des vermeintlichen Skandals, umso höher die Auflage. Nur darum geht es. Die Kinder sind der Aufhänger der vorgetäuschten Entrüstung.

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Das ist ja dann nicht so schön.

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Im ö.-r.-Fernsehen
hätte man gesagt: "Verehrte Zuschauer, wir haben lange mit uns gerungen, ob wir Ihnen die nachfolgenden Bilder zumuten sollten, aber als Gebührenzahler haben Sie einen legitimen Anspruch darauf, umfassend informiert zu werden und sich selbst ein Bild machen zu können..."

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@bt: Nee, mir ging's nur darum den triebgsteuerten männlichen Leser zu enttarnen, der sich seine Masturbationsvorlagen sogar aus Printmedien (der Crash passierte schon, als der Onlineartikel noch gar nicht bestand!) holt. Das mit den Kindern hab ich nur als besondere "Gschmäckle"-Komponente hinzugefügt. Als ob Kinder jemals von diesen Seiten erfahren würden.
Aber dank BILD kennen jetzt sogar die lesefähigen ab-6-Jährigen die zuständige Adresse von Mamis und Papis Privatvideos.

@Mark: Sie meinen ich hätte dem enthüllenden Bild da oben, mit der Damen und dem entblößten Busen, auch so eine Warnung hinzufügen sollen?

@Kid: Aber vielleicht hat die Dame unter ihren Boots ja Ringelsöckchen an. Stimmt Sie das wieder glücklich?

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Wer bin ich,
Ihnen Vorschriften zu machen? ;-)

Dass solche Pseudo-Distanzierungen genauso hohl und wirkungslos sind wie der berüchtigte "Deppen-Disclaimer", wissen Sie doch besser als ich...

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Sie meinen...
meinen sexistischen Lesehinweis? ;)

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Nein,
den fand ich ganz unterhaltsam (abgesehen von der kommentierenden Nervensäge). Ich meinte das pseudojuristische Geschwurbel von Leuten, die sich in sogenannten Disclaimern auf ein Urteil des Hamburger Landgerichts von 1998 berufen, aber nicht mal im Ansatz verstanden, was da Sache ist: Nämlich, dass eine einfache Distanzierungsfloskel eben keinen pauschalen Haftungsausschluß für Links auf fremde Inhalte bewirkt.

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Achso,
der Klassiker. Auf den sich auch das StudiVZ Impressum beruft. (Gnihihihi)

Am tollsten finde ich ja auch, was einem Blogger hier bei blogger.de passiert ist. Hat eine abmahnähnliche Email bekommen, weil er keinen Namen mit Adresse und Anschrift hinterlegt hat. Wäre ja noch schöner! Es gibt ja schließlich einen Grund, warum man zu einem Bloghoster geht...

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