Donnerstag, 23. August 2007


Zieht der nette studentische Nachbar mit dem Router weg, hat man plötzlich kein Internet mehr. Das schmerzt richtig. Ein kleines Minus (obwohl es auch temporär ein größeres gibt, das allwöchentlich wiederkehrt und süßlich im Herzen zieht), das niemand ausgleichen kann. Keine Verbindung zum Netz steht für mich gleich mit Informationsdefizit, Erheiterungsentzug, Kommunikationsstillstand und Nonsenserlösung. Süßer, kleiner Nonsens. Lästern und entspannen. Keine kleinen Geschichten von Fremden mehr, die man als Snack in das nach Gefühlsanregungen dürstende Gemüt speist, keine Freude über fremde Freude, keine Partizipation der Belanglosigkeiten, kein Kulturhopping, kein rumtrüffelessendes und apfelsafttrinkendes Echauffieren, kein entspanntes Einschlafen, weil man wieder die Erkenntnis hatte, dass ja doch noch alles so ist, wie man es schon kannte.

Kein Buntes, kein Melancholisches, kein Ersetzerisches.

Und im Gesprochenen interessiert sich keiner für meine Neologismen.

| von yetused in Delirium um 16:18 | Kommentieren |

 
Mein Beileid! Da kommt eine karge Zeit auf dich zu.
Aber vielleicht erhört eines der göttlichen Wesen deinen Wunsch.

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Mein Lieblingsdämon hat sich als das göttliche Wesen herausgestellt. Zumindest die Wochenenden sind nun gerettet.

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