Sonntag, 16. August 2009


Tolle Ideen und Worte dort drüben bei digitalpublic.de (gefunden via Rivva):

"[...] die Tendenz zur Gemeinschaft blieb auch ohne einigenden Gott, wie die Entstehung der Städte beweist. Diese künstlichen Gemeinschaften waren schnell zu unübersichtlich, sodass sich kleinere Einheiten bildeten, die im urbanen Raum interagrierten. Geborgenheit und Übersicht nahmen weiter ab und wagrmutige Pioniere flohen aus dem Schutz der Stadtmauern. An genau dieser Stelle befinden wir uns gerade. Um es im Jargon der Naturwissenschaftler zu sagen: Wir besiedeln gerade einen neuen Planeten – das Netz. Wir fahren nicht in milliardenteuren Metallbüchsen ein Jahr zum roten Planeten, sondern wir begegnen dem Anderen im Schutz der virtuellen Sardinenbüchse. Wir kolonisieren das Web genau wie damals die europäischen Staaten den Rest der Welt."

Das Netz als die neue besiedelte Welt, in die geflohen wird, da Städte/ die alten Mauern zu eng und langweilig werden. Von wegen Marsbesiedelung! Im Netz liegt die Zukunft. Und dass die Altvorderen und Zurückgebliebenen nun mit ihren alten und unpassenden Regeln versuchen die neuen Wege zu beschneiden, hatten wir auch schon tausendfach in groß und klein. Die Regeln müssen aus der Gemeinschaft selbst herauskommen, und nicht von oben auferlegt werden. No taxation without representation oder so ähnlich :)

| Mme yetused in Gedanken um 04:47 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 15. Oktober 2008


Jennifer Egan über die neue Perversion des Feminismus [New York Times]:

"Reading "Female Chauvinist Pigs," Ariel Levy's lively polemic, gave me an epiphany of sorts. Finally, a coherent interpretation of an array of phenomena I'd puzzled over in recent years: the way Paris Hilton's leaked sex tapes seemed only to enhance her career; the horrifying popularity of vaginoplasty, a surgical procedure designed to make female genitalia more sightly; and a spate of mainstream books about stripping and other sex work, some reviewed in these pages. Levy has a theory that makes sense of all this. Our popular culture, she argues, has embraced a model of female sexuality that comes straight from pornography and strip clubs, in which the woman's job is to excite and titillate - to perform for men. According to Levy, women have bought into this by altering their bodies surgically and cosmetically, and - more insidiously - by confusing sexual power with power, so that embracing this caricaturish form of sexuality becomes, in their minds, a perverse kind of feminism."

Lou Beach, Copyright 2005 The New York Times Company Lou Beach, Copyright 2005 The New York Times Company


| Mme yetused in Gedanken um 20:49 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Samstag, 7. Juni 2008


Ich bin ja davon überzeugt, dass die nette Redewendung "eins und eins zusammenzählen" eine Schöpfung deutscher Synchronstudios ist, um dem angelsächsischen "to do the math" in Hollywoodfilmen etwas entgegensetzen zu können.

So wie auch "etwas durch die rosarote Brille sehen" ganz sicher nur wegen der "rose-tinted glasses" erfunden wurde.

(Ja, ich betreibe immer Reverse-Engineering beim Filme schauen. Leise, im Kopf.)

| Mme yetused in Gedanken um 03:52 | (7 Kommentare) | Kommentieren|


Freitag, 15. Februar 2008


Die Vampire der Serben sind die UFOs der Amerikaner.

| Mme yetused in Gedanken um 22:29 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 13. Februar 2008


Was kommt raus, wenn man Postmoderne, Voyeurismus und ein bisschen Cyperspace mischt?

90 Day Jane

Umgedrehter Voyeurismus. Mach dich zum Opfer, mach dich zum Objekt, und schau den anderen dabei zu, wie sie dich begaffen. Lese ihre von Mitgefühl triefenden Worte, ihre Anfeindungen, ihre Verwirrung. Und lache dir einen dabei.

(Und am Ende war natürlich alles für die Kunst, oder die Forschung, oder den Weltfrieden)

EDIT: Es war ein Kunstprojekt. Und wurde jetzt auch schon beendet. Der Kleinen wurde es wohl zu viel. In den Kommentaren bei Spreeblick kann man den letzten Eintrag/die Auflösung lesen.

| Mme yetused in Gedanken um 00:27 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 30. Januar 2008


I love 'im.

| Mme yetused in Gedanken um 08:37 | (2 Kommentare) | Kommentieren|


Sonntag, 6. Januar 2008


Gerade über die Feiertage wurde es mir wieder klar. Das aktive Internet ist kein unablässiger Datenstrom, sondern hausgemachte Kost. Die kommt nur jeden Morgen ab 9, und bis 19 ist alles aufgebraucht. An den Wochenenden ist geschlossen, wir sind hier ja nicht im 24-Stundenbetrieb. Nachtschwestern hat nur SpiegelOnline, und die ist ein Mann und eher für Kaffee und Daddeln zu haben. Das Internet wird morgens aufgemacht, wie die Niagarafälle jeden Tag im Morgengrauen. Die Zeitverschiebung nützt dir nichts, denn die halbe Welt verstehst du nicht und Amerika muss auch mal schlafen.

| Mme yetused in Gedanken um 05:21 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 21. November 2007


Name ggf. Verwendungszweck (max. 27 Stellen)
FÜR MEIN SCHATZI

Es lustig finden, wenn Apple-Kunden von M$ schreiben, und lächelnd nochmal 300 Euro hinlegen.

Plastikwimperncurler.

Ein tolles Foto-Projekt: Studenten, die geschäftig in der Uni-Bibliothek an den beleuchteten roten Tischen sitzen, von hinten samt des Bildschirms des Laptops vor dem sie sitzen, fotographieren. Interessant, wo da der Fokus wirklich liegt.

Add-On:

“Die weltweite immer dichtere Vernetzung durch moderne Kommunikations- und Transportsysteme, die massenhafte, weltumspannende Individualkommunikation, der elektronische Austausch von Gütern und Dienstleistungen, die Mobilität der Menschen, die Virtualität und Ortlosigkeit ganzer Unternehmen, bereiten dem Staat erhebliche Probleme.” [.]

Ohja, das tut es, Herr Schäuble. Das tut es. Hoffentlich.

| Mme yetused in Gedanken um 22:22 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 3. Oktober 2007


Er, sie, Baby, zusammen.

[Y_a_k_k_O @ Fark]

Du weißt warum.

| Mme yetused in Gedanken um 22:53 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Dienstag, 25. September 2007


Kennengelernt haben wir uns im quartären Raum. Nach zwei Jahren entschieden wir uns einen weiteren Schritt aufeinander zu zu tun - tertiäre Medien wurden die Kontaktmittel unserer Wahl. Nach drei Wochen wagten wir sogleich den Sprung in die primäre Face-to-Face-Kommunikation. Dabei sind wir jetzt auch geblieben.

| Mme yetused in Gedanken um 18:01 | (0 Kommentare) | Kommentieren|