Donnerstag, 28. Januar 2010


Leute, holt euch den Firefox 3.6.

Dat is so schnell das Ding. Ich bin ja hier noch auf meinem Firefox 2.20 rumgehangen, dem Letzten der 2er-Reihe. Ich glaubte nicht an den 3er mit seinem dicken Design und dieser fetten "Awesomebar", und wer braucht schon InPrivate-Browsing?

Und dann habe ich ihn mir jetzt einfach dennoch zugelangt. Raufgegradet das Ding (ging in 10 Sekunden), mir ein paar Personas geholt (brushed metal, nicht schlecht), mir eine Extension gegen die doofe Awesomebar geholt damit sie sich so verhält wie die alte Leiste, alle Plugins aktualisiert und das Dings fliegt mit mir durch's Internet wie nochwas. Yeah.

Weeeeeeee!

| Mme yetused in Klugwerden um 02:08 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 20. Januar 2010


Ihr habt vielleicht schon was von Rivvas eigenem Twitter-Aggregator gehört. Seit September läuft die Testphase mit einigen eingeladenen Usern, die sich in den Kommentaren zum Announcement von ihrer besten Seite zeigen konnten („Hier ist meine Privatnummer, Schätzken“), und ja, es lohnt sich. Der Rivva-Dienst aggregiert auf eine Art und Weise, die ich so bei keinem anderen Dienst sehen konnte.

Rivva Social

Im Zentrum stehen die Menschen, denen man auf Twitter folgt. Es erscheint also ein Rivva, das durch deinen eigenen Kreis personalisiert wurde. Von solchen Personalisierungen bin ich sonst nicht der Fan, da ich Angst habe durch den von mir gewählten Kreis mich selbst einzuschränken, aber das Gegenteil ist hier der Fall. Startseiten-Rivva nimmt für gewöhnlich nur Stories in seinen Index auf, die von einer bestimmten Anzahl von Leuten getweeten wurden bzw. auf die oft genug durch Blogs/Medien gelinkt wurde, und dann gibt es natürlich noch den Leitmedien-Index, in den man erstmal kommen muss. Meine Geschichtchen kommen dort also nie an und eure Geschichtchen wahrscheinlich auch nicht.

In meinem Twitter-Aggregator jedoch kann ich alle Links meines ganzen Followings sehen, sozusagen ungefiltert (außer ich will es so):

Rivva Header

» Unter Links kommen sie alle chronologisch an, sei es nun der Link auf ein Video oder einem kleinen Elefanten mit crazy eyes. Ich habe somit eine Timeline im Rivva-Look, die nur gepostete Links anzeigt, genau wie und wann sie angekommen sind. Wer nur mal kurz reinchecken will, keine Zeit hat und nur Link-klicken möchte, geht einfach auf diesen Reiter. Ich kann sogar bestimmen, dass weitere Leute diesen Link gepostet haben müssen, damit er angezeigt wird (nur besonders lustige Elefanten-Babies).

» Unter Buzz - und das ist nun das Feature, für das Frank Westphal besonders gelobt wird – werden nun Links nach guter Rivva-Manier zu den aller „buzzigsten“ (see what I did thar?) zusammengefasst. Da kommen die neusten Skandale und getriebene Säue und pinke, siamesische, als Elefant verkleidete LolCats, die eine Paywall einrichten wollen, ganz oben hin. (Also dann, wenn euer Following darauf steht und viele den Link posten. Will euch ja nichts unterstellen). Man findet bei ‚Buzz’ also die ganz heißen Sachen wenn man wirklich nur mal 3 Sekunden Zeit hat und trotzdem nicht das Wichtigste des Tages verpassen möchte.

» Das für Links gibt es auch für Videos (alle Videos, die in eure Timeline gepostet wurden auf einen Blick), Photos (meistens Twitpics), Retweets (wer von denen, denen ihr folgt, fand einen anderen Tweet toll?), Favoriten, die euer Following vergeben hat, und abschließend beliebte Hashtags.

Einloggen kann man sich hier, sofern, ja sofern man einen Invite hat. Am Tag des Google-Wave-Hypes habe ich meinen bekommen und kann nun drei weitere vergeben. Wer es ausprobieren möchte, solange es noch nicht für die Öffentlichkeit geöffnet ist, möge sich hier oder auf Twitter zu Worte melden.

Cu, Yetused

| Mme yetused in Klugwerden um 22:59 | (2 Kommentare) | Kommentieren|


Sonntag, 1. März 2009


Ganz interessantes Interview mit Andreas Rosenfelder über "die künstlichen Paradiese der Computerspiele" bei Telepolis:


"Man merkt das auch an den Debatten über Computerspiele: Die Schädlichkeitsdebatte ist abgeflaut. Man konnte das sehen: 2008 ist GTA 4 erschienen, ein tolles, trotzdem auch relativ gewalthaltiges Spiel. Hier wurde überraschenderweise gar keine Killerspieldebatte geführt. Es gab keine Fernsehtalkshows mit [extern] CSU -Politikern und Kriminologen, sondern man hat es als ein Gesamtkunstwerk gewürdigt, hat gestaunt, wie oft sich das verkauft.

Daran zeigt sich ein Reifeprozess. Denn diese Gefahrendiskussion hat ja auch jedes junge Medium begleitet: Was Platon in der Antike über das Griechische Theater geschrieben hat, deckt sich ja zum Teil mit den Argumenten der Gefahrendebatte um die Computerspiele: Dass das Theater die Emotionen in unguter Weise aufwühlt. Dass es den vernunftbegabten Teil des Menschen schwächt. Ich denke, dass diese Gefahrendiskussion eine Routine der Mediengeschichte ist. Wenn sie nachlässt, ist das ein Zeichen von kultureller Integration."

[Hervorhebungen von mir]


| Mme yetused in Klugwerden um 20:19 | (2 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 18. Februar 2009


Im Uni-Newsletter wurde ich gerade informiert, dass die Lehrstühle für Sozialpsychologie der Universität Mannheim ein neues Portal betreiben, das versucht einige Fragen des sozialen Lebens verständlich zu erklären:

"Warum lassen wir uns in Entscheidungen und Urteilen so stark von anderen beeinflussen? Und wieso muss das Eingestehen eines Versagens nicht grundsätzlich schlecht sein? Mit dem Forschungsportal www.forschung-erleben.de geben die Lehrstühle für Sozialpsychologie der Universität Mannheim Antworten auf solche und ähnliche Fragen, indem sie aktuelle Forschungsthemen allgemeinverständlich aufarbeiten. Einmal in der Woche erscheint ein kurzer Artikel über ein aktuelles Thema."

Warum Erinnerungsfehler Abneigungen gegen Speisen hervorrufen können, aber Manager nicht tanzen.

Mal schauen, was das wird.

» http://www.forschung-erleben.uni-mannheim.de/

Und wie ich gerade gesehen habe, kann man dort sogar online bei Befragungen und Tests mitmachen. Ich mach jetzt was zur Attraktivität von Gesichtern des anderen Geschlechts. Hehe. Und verzerr damit mal wieder alles.

| Mme yetused in Klugwerden um 23:46 | (3 Kommentare) | Kommentieren|


Dienstag, 17. Februar 2009


Spiegel Online setzt sich aktuell mit dem Problem der Datenarchivierung von digitalen Medien auseinander. [via netzpolitik]

„Musik ist digital, Kommunikation ist digital, wahrscheinlich wabern bald auch Bücher nur noch als Bits und Bytes durch die Datennetze. Doch werden die kulturellen Schätze so Jahrtausende überdauern - und was werden Archäologen dereinst noch von uns finden?“

Generell kommen in dieser Diskussion neue Medien und Datenträger schlecht weg. Schriftliche Medien wie Papyrus oder Bücher werden noch als das Vorbild gesehen. Ich habe mir einmal ein paar Gedanken gemacht und mich mit Thesen aus dem Spiegel-Artikel auseinandergesetzt.

These: Bücher kann man noch lesen, verschwindende Formate (wie Diskette) oder verblassende Datenträger (wie eine kaputte CD) nicht

Bücher, die älter als ein paar Jahrzehnte sind, kann auch ich kaum lesen. Dazu müsste ich korrekt Sütterlin und Fraktur lesen können. Die Informationen aus Fraktur oder Sütterlin kommen in meinem Geist ähnlich gescrambelt an, wie eine Word98-Datei in einem Word2007 auf einem Vista-PC. Alte Bücher und Schriften sind alles andere als zugänglich. Nur mit gewissen Technologien (weiche Technologien wie Lesen- und Entziffernkönnen) kann ich die Informationen auch korrekt auslesen. Das ist nicht anders als das Floppy-Laufwerk, das ich mir wegen meiner alten Disketten besorgen muss.

Bücher, die noch älter (sagen wir einige Jahrhunderte alt) sind, sind außerdem zerfallen. Weit mehr, als Floppydisks oder Schallplatten aus den 1920ern. Sehr alte Bücher, die noch nicht zerbrochen und zerfallen sind, sind in Archiven zwischen Baumwolltuch und Plastiktüte in klimatisierten Räumen versteckt, zu denen ich keinen Zugang habe. Ironischerweise muss man also eine moderne Technik, wie die des Einscannens benutzen, um die Schriften aus 1730 auch mir zugänglich machen zu können.

Jemand, der Informationen aus jeder Quelle, egal wie alt sie ist, egal auf welchem Datenträger sie gespeichert ist, auslesen möchte musste damals wie heute viele Sprachen und Technologien besitzen. Anno Dazumal musste man Französisch, Latein, Althochdeutsch oder Frakturschrift beherrschen, oder einen Plattenspieler besitzen. Heute muss man um Daten aus diversen Quellen auslesen zu können, eben ein externes Floppydisk-Laufwerk anschließen, einen Kassettenrekorder besitzen, und regelmäßig Datenbackups von einem kleinen, alten USB-Stick, auf einen großen und modernen oder eine portable Festplatte machen. Wer von euch hat einen Lochkartenleser zuhause? Niemand. Wer besondere Daten auslesen will, muss sich die Technologie (Wissen oder harte Technik) dazu besorgen. Daten auf Disketten sind nicht gleichgesetzt mit verschwundenen Daten. Man muss sie nur auslesen können und auf neue Medien übertragen, so wie man alte Bücher einscannt und Dinge von römischen Steinplatten und byzantinischen Tontafeln in Bücher hineinschreibt. Ich habe selbst keine Tontafeln zuhause, sondern benutze neuere Technik um an das Wissen zu gelangen (Gilgamesch im WWW). Informationen auf alten Datenträgern werden immer auf neue übertragen. Da ist auch bei den „Papyrus-Schriften aus der Antike“ so. Die gibt es heute in Buch- oder digitaler Form. Und schon vor uns hat die jemand abgeschrieben.

Zweite These: Archäologen der Zukunft werden sich fragen, weshalb von unserer hoch technologisierten Zeit so wenig Daten übrig geblieben sind

Erstmal: Von uns wird immer noch mehr an Büchern und Schriften und Bronzetaflen vor Kirchen, und Bankengebäude in Frankfurt übrig bleiben, als von irgendeiner anderen Zivilisation zuvor.

Zweitens: Private Daten sind redundant. Wir sollten uns selbst als nicht so wichtig erachten, als dass unser genauer Lebensstil für das Verständnis unserer Kultur wichtig ist. Von irgendeiner Person wird der Tagesablauf schon noch rekonstruierbar sein. Und im Zweifel kann man immer noch Rückschlüsse durch unseren verrotten Müll auf uns ziehen.

Viel mehr sehe ich das Problem nicht als ein Problem der Wissenschaft der Zukunft, die etwas über mich herauszufinden versucht und es dann nicht mehr kann, weil der USB-Stick mit meinen Urlaubsfoto geschmolzen ist, sondern als mein persönliches Problem des Handlings. Vor ein paar Jahren fiel mir schon auf, dass ich zu meiner Jugend am Ende der 90er Jahre und Anfang der 2000er keine Fotos habe. Digitalkameras kamen auf (damals hat man sogar noch Disketten gebraucht und hatte ca. 3 Gig Festplatte auf dem Computer) und man hat fröhlich rumgeknipst. Manchmal hat man dann auch 2-3 Bilder auf den Computer hochgeladen, und wenn man noch keinen USB-Slot hatte, hat man das dann auch einfach gelassen und schlichtweg des Knipsens wegen geknipst. Die auf dem Computer befindlichen Fotos haben dann nur die gut Betuchten ausgedruckt, da Farbpatronen für den Drucker unerschwinglich waren und man dieses teure Fotopapier auch nicht kaufen wollte. Stationen für digitales Ausdrucken der Bilder in Drogeriemärkten kamen erst ein paar Jahre später auf. Diese Zeit nenne ich die Zeit der verlorenen Bilder. Es gibt keine Bilder von meiner Konfirmation und folgender Jugend, da die geschossenen Bilder nie entwickelt worden sind, und es 1999 noch keine Fotocommunities wie Flickr gab und auch keine portablen Geräte, wie Handies oder iPods, mit denen Fotos herumgezeigt worden sind. Palms hatten nur Geschäftsleute für ihre Kontakte. Diese Spanne von ca. 5 Jahren ist bedauerlich. Ich nehme sie jedoch als Transitionsphase hin, in der Aufnahmemedien schon weit entwickelt waren (Digitalkameras), Speicher- und Abspielmedien aber noch nicht. Heute sind alle meine Fotos auf dem Rechner in Ordner abgeheftet, auf meinem Handy zeigebereit, wie einst das ausklappbare Portfolio aus der Brieftasche, und die Filmrollen für die Spiegelreflexkamera meiner Mutter geben wir auch noch schön brav bei dm zum Entwickeln ab. Es koexistieren beide Formate – physische, glänzende Bilder mit Fettflecken drauf, und die Widescreen-Bilder aus meinem Laptop. Nur braucht es eben 2 Monate bis die Rolle bei meiner Mutter voll ist, und wir die entwickelten Fotos sehen können. Die anderen sind gleich da.

Außerdem: Ein Vergessen über eine ganze Zivilisation, wie etwa unser Wissen über die Römer verschütt gegangen ist und zu Zeiten der Renaissance erst wiederentdeckt werden musste, wird so nicht mehr stattfinden. Unser Wissen über die ganze Welt, auch über kleine uninteressante Kulturen, wird durch Geschichts- und Kulturunterricht in der Schule, durch immer wiederkehrende Repetition in Nachrichten und Medien, durch Gespräche und Interesse, in unserem Kopf gespeichert, und zu jeder Zeit an unsere Kinder weitergegeben. Wir haben das Wissen in unseren Köpfen und geben es ständig weiter. Wir haben Schulpflicht und Interesse an Vergangenem, das auch über die Grenzen unseres eigenen Landes und Kultur hinausgeht. Geschichtsinteresse in vergangenen Zeiten hat sich oft auf Propaganda in eigenen Zwecken (Römer) beschränkt, auf Spirituelles (Griechen) oder nostalgische Gefühle (die Romantiker und ihr Interesse and Märchen und Ägyptischem). Nicht zu letzt war für die meisten Staatstragenden nur die Geschichte des eigenen Landes interessant, und mit Untergang der Zivilisation ging auch das gesamte Wissen über eben diese verloren (ein paar Steintafeln, Skulpturen, Machtbauten und Rechtsdokumente können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nicht viel über die Mittelmeer-Kulturen wissen). Nur übergreifende Instanzen, wie Cicero, der auch über Europa oder Israel berichtet hat, geben uns heute noch Aufschluss über Zusammenhänge. Das wird heute so nicht mehr geschehen. Ganz im Gegenteil. Jedes Land und jede Kultur hat das Wissen über die anderen Kulturen im eigenen Wissensstand gespeichert. Gibt es Europa nicht mehr, können immer noch die Amis oder Chinesen und ihre Nachfahren über uns berichten. Und arg viel eingefärbter durch den eigenen Blickwinkel als bei Cicero kann das gar nicht sein. Kein Wissen geht mehr verloren. Egal welche Datenträger wir benutzen. Und schlägt mal ein Meteor auf der Erde ein oder bomben wir uns mit Atombomben weg (wie anachronistisch) dann soll es auch nichts mehr zu berichten geben bzw. wird immer noch genug übrig bleiben, das unsere mutierten Nachfahren oder die Aliens mit CSI-Methoden ausfindig machen können.

Generell gilt immer das gleiche Schema: Informationen von alten Datenträgern (Steintafel, Buch, Diskette) auf neue übertragen, die derzeit Stand der Dinge sind. Warten, bis sich die Technik weiterentwickelt hat, und dann auf diesen Datenträger übertragen. Ein Buch überlebt keinen Brand, eine Steintafel kein Erdbeben und eine Festplatte keine magnetische Strahlung und Zeit. C’est la vie.

Und ihr braucht ja wohl nicht glauben, dass Facebook eure Daten im Leben nochmal loslässt.

| Mme yetused in Klugwerden um 14:38 | (8 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 28. Januar 2009


Alles fing an, als ich in rrho's Twitterkanal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass später am Abend 'Angst und Schrecken in Las Vegas' im Fernsehen laufen könnte. Da ich den Film schon seit gefühlten 10 Jahren sehen wollte und ich auch bereit war eine deutsche Synchronistation hinzunehmen, suchte daraufhin in der Onlineausgabe einer Fernsehzeitung nach Sendeplatz und -zeit. Es wurde mir angezeigt: 25.01, 01:15h, MDR.

Okay, dann schauen wir mal auf welchen der zweistelligen Sender, hinten auf den letzten Bänken, der MDR denn liegt (NDR und die anderen kleinen Sender empfängt man ja auch die ganze Zeit). Aber auch nach mehrmaligem Suchen, automatischen Sendersuchläufen und Fluchen war der MDR schlichtweg nicht aufzufinden.



Also mal Tante Internet fragen. Und die Seiten des MDR. Dort ergibt sich dann folgendes Bild: Ich kann den MDR hier in Mannheim/BaWü nicht empfangen, da das liebe KabelBW (ich habe hier nur Kabelempfang) nachts das MDR ausschaltet. Ja, nachts wird dem MDR der Stecker gezogen. Danke KabelBW.



Also orakle ich weiter im Netz umher (dass ich es gerade nicht im Fernsehen sehen kann, heißt ja nicht, dass ich es nicht anschauen kann) und finde eine Seite, die mir sagt, dass man durch den Zattoo-Player ("Internetfernsehen") den MDR empfangen könne. Woohoo! Die wollen zwar so Dinge wie Vorname, Nachname, Adresse, Hobbies und Monatseinkommen (lol) von einem wissen, aber ein versierter Cyberspacer hat ja immer eine Tarn-Identität parat, und so konnte ich die letzten 40 Minuten des Films in einem Player auf meinem Laptopscreen genießen.




Ich habe den MDR dann in einer kleinen Email an die Technik via Formular auf der Seite gefragt, ob ich das mit dem KabelBW und dem Ausschalten des Programms so richtig verstanden habe, und als Antwort erreichte mich heute eine sehr ausführliche Mail. Die werde ich jetzt mal so im Ganzen wiedergeben. Dort wird dann sogar Zattoo empfohlen!
(Betonungen von mir zur besseren Übersichtlichkeit und bei interessanten Punkten; Namen mal rausgenommen):


"Sehr geehrte Frau [...],

wir freuen uns über Ihr Interesse am MDR FERNSEHEN. Unser Fernsehprogramm wird leider in den Kabelnetzen von Baden-Württemberg nur von 5.00 Uhr bis 19.00 Uhr analog eingespeist.

Wir bedauern sehr, dass Ihnen das MDR FERNSEHEN nicht ganztägig analog in Ihrem Kabelnetz angeboten wird. Der MDR kann sich gegen eine Halbtagsverbreitung nicht wehren, da das MDR FERNSEHEN in Baden-Württemberg kein gesetzlich bestimmtes Programm ist. Der MDR als
regionale öffentlich-rechtliche Anstalt ist mit einem Programmauftrag für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgestattet. Nur in diesen
Bundesländern muss unser Programm in den Kabelnetzen weiterverbreitet werden. In den Kabelnetzen muss also nur ein drittes Programm als
Analogfernsehen verbreitet werden, nämlich dasjenige, welches einen Programmauftrag für die jeweilige Region erfüllt.

Auch hinsichtlich der Rundfunkgebühren ergibt sich kein Weiterverbreitungsanspruch in den Kabelnetzen außerhalb Mittel- deutschlands, da der ARD-Anteil der Rundfunkgebühren eines jeden Bundesbürgers an diejenige ARD-Anstalt weitergeleitet wird, die für die
Versorgung des Wohnortes des Gebührenzahlers zuständig ist
. Der ARD-Anteil Ihrer Gebühren geht an den SWR.

Gern möchten wir Ihnen kurz die Gründe darstellen, die nach Angaben der KabelBW zur teilweisen Herausnahme des MDR FERNSEHENS aus den Kabelnetzen geführt haben.

Im Juli 1999 wurde vom Landtag Baden-Württembergs das Landesmediengesetz geändert. Dieses neue Gesetz schreibt den Netzbetreibern einige Fernsehprogramme vor, die zwingend in das Kabelnetz eingespeist werden müssen. Im Übrigen ist es den Kabelnetzbetreibern freigestellt, wie sie die Kabelnetze belegen möchten. Dabei sollen sie die Interessen der Zuschauer und den Grundsatz der Meinungsvielfalt beachten.

Um das von dem Landesmediengesetz zur Einspeisung vorgeschriebene Programm PHOENIX einspeisen zu können, wurde das MDR FERNSEHEN mit einem anderen Programm auf einem Kabelkanal zusammengelegt. Leider hat die Kabel Baden-Württemberg GmbH & Co. KG entschieden, das MDR FERNSEHEN zu Gunsten des anderen Programms zur wichtigsten Sendezeit aus dem Kabelnetz zu nehmen. Weshalb ausgerechnet dem einzigen ostdeutschen Fernsehprogramm der Platz genommen wurde, bleibt unverständlich. Die Kabel BW hätte auch die Möglichkeit gehabt, anstelle des MDR FERNSEHENS z.B. einen Einkaufskanal teilweise aus dem Netz zu nehmen.

Zwei Empfangsmöglichkeiten bestehen weiterhin für den ganztägigen Empfang des MDR FERNSEHENS in Baden-Württemberg. Das sind der Satellitenempfang und das digitale Kabelfernsehen.

Via Satellit ASTRA 19,2° Ost ist das MDR FERNSEHEN sowohl analog als auch digital zu empfangen.

Das MDR FERNSEHEN befindet sich einerseits auf dem analogen Transponder 43. Am Satellitenreceiver müssen hierzu auf einem freien Speicherplatz neben der Polarisation (horizontal) und der Satellitenfrequenz (11,112 GHz) oder der Satellitenzwischenfrequenz (1362 MHz bzw. 1112 MHz) auch die Tonunterträger 7,02 MHz und 7,20 MHz in Stereo programmiert werden. Diese Einstellungen sind in den analogen Satellitenreceivern meist vom Hersteller vorprogrammiert. Die analogen Fernsehausstrahlungen über ASTRA werden von den ARD- Landesrundfunkanstalten voraussichtlich zum Ende des Jahres 2010 eingestellt.

Das MDR FERNSEHEN ist andererseits Bestandteil von ARD Digital, dem digitalen Fernseh- und Radioangebot der ARD. Zum Empfang des ARD-Digitalbouquets vom Satellit ASTRA sind eine ASTRA-Antenne mit einem
Universal-LNB und ein digitaler Satellitenreceiver notwendig. Der Digitalreceiver wird als Set-Top-Box, als PC-Karte oder für bestimmte TV-Geräte auch als Einbauplatine angeboten. Digitale Empfangsgeräte
stellen automatisch eine Liste der empfangbaren Programme zusammen, die Sie nach belieben ordnen können.

Ob die Installation einer privaten Satellitenanlage an Ihrem Haus erlaubt ist, müssten Sie bei Ihrem Vermieter oder Ihrer Hausverwaltung erfragen.

Ein unterbrechungsfreier Empfang des MDR FERNSEHENS ist an Ihrem Kabelanschluss nur digital möglich. Zum Empfang der digitalen Programmangebote im Kabel ist ein digitaler Kabelreceiver notwendig. Dieser wird als Set-Top-Box oder Computerkarte angeboten. In manchen Fernsehgeräten ist der digitale Kabel-Receiver schon drin. Bestimmte Fernsehgeräte können aber auch mit einer Einbauplatine für den digitalen Kabelempfang nachgerüstet werden.

Digital via Satellit und Kabel können Sie die Regionalsendungen des MDR-Fernsehen sehen. Dazu ist unser Programm in den drei Varianten MDR Sachsen, MDR Thüringen und MDR S-Anhalt zu empfangen. Zudem können Sie über diese Verbreitungswege fast alle ARD-Hörfunkprogramme, so auch die MDR-Radioprogramme, hören.

Einige Kabelbetreiber, wie KabelBW, bieten ihren Kunden
Kabel-Set-Top-Boxen zum Kauf an. Der Kaufpreis liegt dabei oft unter den Ladenpreisen des entsprechenden Fabrikats.
www.kabelbw.de/kabelbw/cms/TV_Radio/DigitalReceiver
Am Netz von KabelBW kann aber auch jede beliebige Kabel-Set-Top-Box aus dem Fachhandel betrieben werden. Die günstigsten Kabel-Set-Top-Box in den Fachgeschäften kosten um die 70 Euro.

Wir möchten darauf hinweisen, dass das MDR FERNSEHEN und alle weiteren deutschen öffentlich-rechtlichen Programme zum digitalen Free-TV-Angebot gehören. Zu Empfang der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehprogramme ist also kein Abschluss für das Bezahlfernsehen notwendig.

Einzelne Fernsehsendungen des MDR FERNSEHENS können als Livestream im Internet abgerufen werden. Zudem stehen einige Fernsehbeiträge als
Video-on-Demand zum Abruf bereit. Diese und weitere Angebote finden Sie in der MDR Mediathek: http://www.mdr.de/mediathek/

Das MDR-Fernsehen ist auch rund um die Uhr als Livestream im Internet abrufbar. Voraussetzung ist ein DSL-Anschluss mit ausreichender Datenrate, die Installation des Streaming-Programms Zattoo und eine einmalige Anmeldung. Der Livestream, das Streaming-Programm und die Anmeldung sind kostenlos. Aus dem Ausland lässt sich der Stream leider nicht abrufen. http://zattoo.com/de

Für Rückfragen und zu weiteren technischen Informationen stehen wir unter der E-Mail-Adresse technik(a)mdr.de und montags bis donnerstags 11.00 bis 19.30 Uhr sowie freitags 11.00 bis 18.00 Uhr unter der Servicerufnummer 0180 3 / 63 73 73 (9 Ct/Min*) zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
André B[...]
Freier Mitarbeiter"

| Mme yetused in Klugwerden um 01:05 | (9 Kommentare) | Kommentieren|


Samstag, 18. Oktober 2008


Die erste bekannte Spam-Email der Welt. Von 1978.

Davor hing natürlich der Rattenschwanz der Emailadressen, an die es gesendet wurde.

DIGITAL WILL BE GIVING A PRODUCT PRESENTATION OF THE NEWEST MEMBERS OF THE DECSYSTEM-20 FAMILY; THE DECSYSTEM-2020, 2020T, 2060, AND 2060T. THE DECSYSTEM-20 FAMILY OF COMPUTERS HAS EVOLVED FROM THE TENEX OPERATING SYSTEM AND THE DECSYSTEM-10 <PDP-10> COMPUTER ARCHITECTURE. BOTH THE DECSYSTEM-2060T AND 2020T OFFER FULL ARPANET SUPPORT UNDER THE TOPS-20 OPERATING SYSTEM.
THE DECSYSTEM-2060 IS AN UPWARD EXTENSION OF THE CURRENT DECSYSTEM 2040 AND 2050 FAMILY. THE DECSYSTEM-2020 IS A NEW LOW END MEMBER OF THE DECSYSTEM-20 FAMILY AND FULLY SOFTWARE COMPATIBLE WITH ALL OF THE OTHER DECSYSTEM-20 MODELS.

WE INVITE YOU TO COME SEE THE 2020 AND HEAR ABOUT THE DECSYSTEM-20 FAMILY AT THE TWO PRODUCT PRESENTATIONS WE WILL BE GIVING IN CALIFORNIA THIS MONTH. THE LOCATIONS WILL BE:

TUESDAY, MAY 9, 1978 - 2 PM
HYATT HOUSE (NEAR THE L.A. AIRPORT)
LOS ANGELES, CA

THURSDAY, MAY 11, 1978 - 2 PM
DUNFEY'S ROYAL COACH
SAN MATEO, CA
(4 MILES SOUTH OF S.F. AIRPORT AT BAYSHORE, RT 101 AND RT 92)

A 2020 WILL BE THERE FOR YOU TO VIEW. ALSO TERMINALS ON-LINE TO OTHER DECSYSTEM-20 SYSTEMS THROUGH THE ARPANET. IF YOU ARE UNABLE TO ATTEND, PLEASE FEEL FREE TO CONTACT THE NEAREST DEC OFFICE FOR MORE INFORMATION ABOUT THE EXCITING DECSYSTEM-20 FAMILY.

Erinnert mich an meine Spam-Poesie.

| Mme yetused in Klugwerden um 02:56 | (3 Kommentare) | Kommentieren|


Mittwoch, 15. Oktober 2008


"Als großes Medienhaus ist sich Gruner + Jahr bewusst, dass es in Zeiten eines dynamischen Wandels in der Mediennutzung mehr denn je auf innovative Konzepte ankommt."

[Auszug aus ' Warum führt G+J Deutschland einen Ideenwettbewerb durch?']


Und weil Gruner + Jahr das nicht selber kann, läd es Studenten dazu ein diese Aufgabe zu übernehmen. Dazu schreibt es fleißig an Universitäten(!), die nach Meinung Gruner + Jahrs einen tollen Pool and Medienstudenten aufweisen, und schafft es so auf Universitäts-Startseiten und in mein Emailpostfach, weil "Till" von Gruner + Jahr es geschafft hat meinen Studiengangmanager davon zu überzeugen ("wie eben telefonisch besprochen") die Emailadresse des Studiendezernats(!) zu benutzen, um auch ja allen Studierenden der entsprechenden Fächer schreiben zu können. Ich wusste nicht, dass ich von der Universität eine Emailadresse zugeteilt bekommen habe (bei der ich angewiesen bin sie regelmäßig wegen studienrelevanten Dingen, wie etwa Klausurenanmeldung oder Änderung von Terminen, zu checken) damit ich Medienunternehmen helfen kann auch endlich in der Zukunft anzukommen.

Bis 30. November darf ich mein Projekt ("Es werden Magazin- und Online-Ideen, aber auch Konzepte für Mobile, Merchandising, Messen und Bewegtbild-Formate gesucht") einreichen. Wenn die Jury mein Projekt dann toll findet, bekomme ich ganze 10.000 Euro und muss dann meine sämtlichen Rechte abtreten.

"Mit der Teilnahme überträgt der Teilnehmer sämtliche Rechte an seiner eingereichten Idee exklusiv, zeitlich, inhaltlich und räumlich unbeschränkt auf G+J."

[Auszug Teilnahmebedingungen, gruenewiese2009.de/?c=ideen/bedingungen]


Etc. pp. Kennen wir. Aber ab da ist es nun ein G+J-Projekt und nicht mehr deines. Das siegreiche Konzept wird ab da mit "umfassender Marktforschung" weiterentwickelt und "gegebenenfalls" an den Markt gebracht. Von Gruner + Jahr. Nicht etwa, dass es dann dein Magazin wäre.

Achja, das Projekt heißt "Grüne Wiese 2009". Talk about greenwashing.

| Mme yetused in Klugwerden um 18:26 | (0 Kommentare) | Kommentieren|


Donnerstag, 18. September 2008


Kaschmir, grau, Ballonmützchen, french chic.

Jetzt an, im Bett. Heizung will nicht mehr...

| Mme yetused in Klugwerden um 21:04 | (3 Kommentare) | Kommentieren|


Freitag, 22. August 2008


Wie ich gerade über nnier mitbekommen habe, ist es derzeit nicht möglich sich bei blogger.de als neuer User zu registrieren. Es scheint wohl schon im Juli einen Angriff gegeben zu haben, dessen Auswirkung nun diese Sicherheitsmaßname ist. Hier kann man die Entwicklungen verfolgen.

Aber viele haben sowieso einen (alten) blogger.de-Account ohne dass sie das (noch) wissen. Und wer bei today.net et.al. einen hat, der kann diesen auch hier benutzen. Ist alles die gleiche Chose :) Synergieeffekte und so.

Update: Wie schon in den Kommentaren besprochen, scheint der Trick nur anders herum zu funktionieren.

Update 2: Registrierung scheint wieder zu funktionieren.

| Mme yetused in Klugwerden um 01:03 | (4 Kommentare) | Kommentieren|